Der Wolf – schützen oder töten?

Transkript

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Andreas Hofbauer:

[0:00] Es gibt einen Grund, warum dieses Tier, der Wolf, so sehr emotionalisiert, regelrecht triggert. Warum wir bei einem Luchs ruhig bleiben, aber bei einem Wolf den Verstand zu verlieren scheinen. Vielleicht liegt es nicht daran, dass wir Angst vor dem Fremden haben, sondern Angst vor dem eigenen Spiegelbild.

Kurt Kotrschal:

[0:22] Weil es da draußen kein Tier gibt, das uns ähnlicher wäre als der Wolf.

Andreas Hofbauer:

[0:29] Das erklärt Wolf-Experte Kurt Kottaschal im Deutschlandfunk. Kottaschal ist ein österreichischer Biologe, Verhaltensforscher und Autor. Kommt die besondere Beziehung zum Wolf also von unserer Ähnlichkeit? Der Experte meint, er ist wie wir. Wir sind beide Teamplayer. Wir sind beide Familientiere. Hunderttausende Jahre lang waren wir Partner, Jagdgefährten, Brüder im Geiste. Wir haben uns verstanden, ohne ein Wort zu sagen. Aber irgendwann ist etwas passiert, durch das sich die Beziehung zum Wolf verändert hat. Wir springen rund 400 Jahre in die Vergangenheit. Mitten in Europa herrscht Krieg. Der 30-jährige Krieg. Es herrscht ein Ausnahmezustand. Und plötzlich ist der Wolf kein Partner mehr. Er wird zum Profiteur unserer Gewalt.

Kurt Kotrschal:

[1:23] 30-jähriger Krieg, als Europa ohnehin entvölkert wurde und auch menschliche Leichen in der Gegend herumlagen. Und daran gehen Wölfe natürlich dann auch nicht vorbei.

Andreas Hofbauer:

[1:39] Kottaschall sagt, dieses Bild hat sich eingebremst. Der Leichenfresser, das Monster. Dieses Trauma soll so tief sitzen, dass wir heute im Jahr 2026 völlig vergessen, dass wir eigentlich über ein scheues Wildtier reden.

Andreas Hofbauer:

[1:56] Sobald das Wort Wolf fällt, soll unser Verstand aussetzen.

Kurt Kotrschal:

[2:00] Dann kann man das eigentlich nur als irrational einstufen, was momentan in Richtung Wolf passiert.

[2:27] Zunehmende Gefahr für die Sicherheit. Wolf in Tirol abgeschossen.

[2:31] Jagd auf den Wolf. Gefahr für Mensch reicht für Abschuss aus.

[2:34] Wird der Wolf zur Gefahr für den Menschen?

[2:36] Gefahr für allen Tiere. Jagd auf den Wolf muss möglich sein.

Andreas Hofbauer:

[2:39] Wölfe greifen Haustiere an. Italien kämpft mit dem Raubtier. Und genau deshalb stehen wir jetzt hier. Zwischen Streicheln und Abknallen. Ihr hört der Wolf. Schützen oder töten. Mein Name ist Andreas Hofbauer, ich bin Audio- und Videoredakteur bei den Badischen Neuesten Nachrichten. Das ist Folge 5.

Andreas Hofbauer:

[3:03] Es ist Montag, der 16. Februar. Die Gnadenfrist ist vorbei. Das Verwaltungsgericht Mannheim hat entschieden. Und das Urteil ist eindeutig. Der Horn ist Grinde-Wolf, muss sterben. Ab sofort. Bis zum 10. März haben die Jäger Zeit. Die Richter sagen, es gibt keine Alternative. Leinenpflicht für Hunde bringt angeblich nichts. Den Wald sperren, das sei nicht umsetzbar. Vergrämung, also Erschrecken mit Gummigeschossen, dafür sei es zu spät. Der Wolf soll zu viele positive Erlebnisse mit uns Menschen gehabt haben. Er hat gelernt, dass wir harmlos sind. Das Urteil ist unanwechtbar. Stempel drauf. Ende der Diskussion. Draußen macht sich jetzt vor allem eine Emotion breit. Wut. Zehntausende haben Petitionen gegen den Abschuss unterschrieben. Sie fühlen sich ohnmächtig. Aber es gibt eine Gruppe, die heute aufatmet. Leute, die eine andere Petition unterschrieben haben. Die für die Kugel. Und eine von ihnen ist Wolfgang Todt, Schäfer aus Donau-Eschingen. Wer glaubt, dass sein Job irgendwas mit Romantik zu tun hat, der irrt sich gewaltig.

Wolfgang Todt:

[4:19] Der Schäfer, der sich so gemütlich auf seinen Stock lehnt und träumt und vielleicht so ein bisschen in Gedanken davon schwebt, Also zu der Sorte gehöre ich eigentlich nicht und das ist wohl auch ein bisschen ein romantisiertes Bild, das es heute so gar nicht mehr gibt.

Andreas Hofbauer:

[4:38] Verantwortlich dafür ist auch die Sorge vor dem Wolf. Denn bei Schäfer Wolfgang Tod, unten auf der Bar in der Nähe von Donau-Eschingen, steift ebenfalls jemand durch die Wälder. Jemand, den keiner eingeladen hat.

Wolfgang Todt:

[4:52] Drei Kilometer entfernt von meinem Dorf ist ein Waldgebiet. Da ist inzwischen seit knapp zwei Jahren ein Wolf ansässig, der sogenannte Ostbarwolf. Den habe ich persönlich wirklich noch nicht gesehen. Ich gehe auch bewusst nicht in diesen Wald, obwohl er bei mir vor der Haustüre ist. Eben aus dem Grund, ich will nicht diesen Wolfstourismus da auch anfachen, nenne ich es jetzt mal.

Andreas Hofbauer:

[5:22] Der Ostbarwolf. Der ist wie ein Geist. Denn Wolfgang Tod ist ihm bislang noch nicht begegnet. Aber es gibt jemanden, der den Wolf schon in die Augen gesehen hat. Der Forstverwalter in diesem Waldgebiet. Zu ihm hat der Schäfer regelmäßig Kontakt.

Wolfgang Todt:

[5:41] Der sagt, seine Waldarbeiter sehen ihn täglich bei der Arbeit im Wald. Aber der hat eben nicht, wie der Hornisgrindewolf, diese natürliche Scheu verloren. Der zieht sich sofort zurück.

Andreas Hofbauer:

[5:56] Gefährlich wird es trotzdem. Weniger für den Menschen, eher für die Weidetiere. Die Herde von Wolfgang Tod ist bisher verschont geblieben, dank der guten Weidezäune. Aber bei den Kollegen in der Nachbarschaft, da hat der Zaun nicht gereicht.

Wolfgang Todt:

[6:14] Also der ist da, der passt auch auf und sucht seine Chancen. Aber in meinem Fall, wie gesagt, ich habe bisher immer ordentlich gezäunt und genug Strom auf dem Zaun, ist nichts passiert.

Andreas Hofbauer:

[6:27] Wolfgang Tod hat seine Ruhe. Sein Wolf benimmt sich. Und trotzdem fordert er den Tod des Hornesgrinde-Wolfs. Das Urteil aus Mannheim gibt ihm jetzt recht. Er hat die Schnauze voll von Leuten, die seiner Meinung nach keine Ahnung haben, aber im Internet alles und jedem die Welt erklären wollen.

Wolfgang Todt:

[6:47] Bei aller Mühe, die man sich gibt, bei aller Vorsorge, die man trifft, kann es passieren. Es gibt keine hundertprozentige Sicherheit. Und deshalb habe ich gesagt, man muss dieser Bewegung von diesen Leuten, die, ich sage jetzt mal, diese Balkonökologen, die den Wolf so ein bisschen als Kuscheltier betrachten und die ja jetzt auch an der Hornisgrinde mit haarsträubenden Maßnahmen da vor Ort sind, denen muss man was entgegensetzen. Und das war meine Motivation, da was zu machen.

Andreas Hofbauer:

[7:28] Balkonökologen. Das ist das Wort, das hier oft fällt. Gemeint sind Leute wie er hier, die nach der Entscheidung vom VGH wahrscheinlich ziemlich schlechte Laune haben.

Thomas Mütschke:

[7:40] Er ist Thomas Mütter. Ich gehöre dem Freundeskreis Freilebende Wölfe an. Das ist ein eingetragener Verein, ein anerkannter Naturschutzverein.

Andreas Hofbauer:

[7:50] Und dort, das ist nicht weiter verwunderlich, hat der Wolf ein ganz anderes Ansehen als bei den meisten Schäfern. Für Tod ist der Wolf eine Bedrohung. Für Nitschke ist er ein VIP, ein Very Important Predator.

Thomas Mütschke:

[8:06] Bei uns hat der Wolf schon einen guten Ruf, weil er wichtig für das Ecosystem ist, weil er hier nach Deutschland zurückgekehrt ist und immer noch eine streng geschützte Art ist. Und deswegen spielt der Wolf bei uns eine große Rolle.

Andreas Hofbauer:

[8:19] Der Wolf als Hausmeister des Waldes. Er räumt auf. Er frisst die Kranken. Glaubt man den Freundeskreis, dann schließt dieses Raubtier eine Lücke, die wir Menschen aufgerissen haben.

Thomas Mütschke:

[8:31] Ich habe mich unterhalten mit Forstbetrieben, wo es nicht nur um ökonomische Zwänge geht und die können wirklich sagen, dass der Wolf eine Bereicherung in ihren Wäldern darstellt und Schäl- und Verbischschäden zurückgegangen sind. Und hier in Deutschland wird ja vieles aus ökonomischer Überlegung heraus betrachtet und da spielt der Wolf keinesfalls eine untergeordnete Rolle.

Andreas Hofbauer:

[8:56] Jetzt könnte man denken, der Schäfer und der Wolfsschützer, die müssen sich hassen. Aber überraschenderweise stimmt Wolfgang Tod erst einmal zu. Er hat gar kein Problem mit dem Wolf, solange er sich benimmt.

Wolfgang Todt:

[9:11] Diese, ich sage jetzt mal, Wölfe wie meiner hier vor der Haustür, der Ossparwolf, da brauchen wir ja nicht über Abschuss diskutieren, das ist gar kein Grund dazu. Aber wir müssen eine klare Regelung haben für Wölfe, die auffällig sind, die sich Menschen nähern, die vielleicht sogar in Ortschaften gehen.

Andreas Hofbauer:

[9:34] Das Gericht hat genau diese Regel angewendet. Der Hornes Grinwolf ist auffällig, deswegen die Entscheidung für den Abschuss. Aber obwohl das Gericht seiner Position recht gibt, reicht das Vertort noch nicht. Er wünscht sich eine Ausdehnung auf Wölfe, die für Risse von Weidetieren verantwortlich sind. Denn er sieht nicht nur in den getöteten Tieren ein Problem, sondern auch bei Tieren, die einen Wolfsangriff überlebt haben. Er sagt, er sehe Anzeichen von Trauma.

Wolfgang Todt:

[10:05] Was da abgeht, was das für ein Schrecken für die Tiere ist, es kommt vor. Ich habe Fälle hier auch in der Region, wo nachgewiesen ist, dass Kühe zum Beispiel verkalbt haben. Also ihre Kälber, die waren hochtragend, die haben Kälber verloren. Oder dass sie dann plötzlich keine Milch mehr geben. Solche Dinge, also das ist pur Stress und das alles, das soll dann geduldet werden, weil der Wolf hier halt auch ein Existenzrecht hat. Also dieser eine Wolf, der solche Dinge macht, hat bei mir kein Existenzrecht.

Andreas Hofbauer:

[10:41] Sprechen wir über Wolfgang Tots Petition. Inzwischen sind es knapp 1400 Menschen, die dem Aufruf des Schäfers gefolgt sind, die sich für die Tötung des Hohnes-Gindel-Wolfs aussprechen. Trotzdem sind sie die Minderheit. Denn zum Vergleich, die größte Petition gegen den Abschuss hat bereits über 40.000 Befürworter gesammelt. Unterstützer für seine Position findet Wolfram Tod vor allem in den eigenen Reihen.

Wolfgang Todt:

[11:09] Und wenn man dann in die Kommentare reingeht in dieser Petition, da sind dann eigentlich die Befürworter. Also ganz selten mal, dass da jemand was Kritisches schreibt. Also da sind wir in Anführungszeichen, wir Weidetierhalter dann wieder unter uns innerhalb dieser Petition.

Andreas Hofbauer:

[11:31] Die Weidetierhalter haben Forderungen. Nicht nur, wenn es um den Horn des Grindewolf geht, sondern auch mit Blick auf die Landtagswahl am 8. März an eine neue Regierung. Die neu gewählte Landesregierung, wie auch immer sie dann aussehen wird, soll sich ausführlich mit der Rückkehr des Wolfs nach Baden-Württemberg auseinandersetzen.

Wolfgang Todt:

[11:51] Für eine zukünftige Landesregierung wäre mir wichtig, dass eben dieses Thema Wolfsmanagement, wir haben ja auch aktuell schon einen sogenannten Wolfsmanagement-Plan tatsächlich,

Wolfgang Todt:

[12:05] dass der nochmal überarbeitet wird, eben im Blick auf dieses Thema Problemwölfe.

Andreas Hofbauer:

[12:12] Wir erinnern uns, jetzt sind mittlerweile Fakten geschaffen worden. Wir wollten wissen, was macht die Entscheidung vom Verwaltungsgericht mit den Menschen, mit denen wir für diesen Podcast gesprochen haben. Wir haben also sofort nach der Urteilsverkündung zum Hörer gegriffen. An Apparat Sabine Sebald, Journalistin, Podcasterin, Wolfkennerin. Sie hatte monatelang gehofft.

Sabine Sebald:

[12:37] Also ganz ehrlich, es hat mich eiskalt erwischt. Wir alle haben zwar damit irgendwie insgeheim gerechnet, aber wir alle hatten, glaube ich, auch ebenso viel Hoffnung. In dem Moment, als die Nachricht kam, war ich erst geschockt. Und im nächsten Moment habe ich mir das Foto vorgenommen von ihm, was ich auf dem Handy habe. Und ich musste wirklich weinen.

Andreas Hofbauer:

[12:58] Sie weint um ein Tier, das sie nie persönlich getroffen hat, das ihr aber ans Herz gewachsen ist. Aber Sabine Siebald ist nicht nur emotional getroffen, sie ist auch wütend. Denn für sie ist das Urteil aus Mannheim vielleicht auf dem Papier nachvollziehbar, aber trotzdem falsch. Sie sagt, wir brechen hier EU-Recht.

Sabine Sebald:

[13:20] Also mal ganz unabhängig davon, wie sinnvoll ich persönlich den Abschluss finde, er ist zunächst einmal rechtswidrig. Allein schon mit Blick auf den günstigen Erhaltungszustand in der Region. Der Abschuss verstößt gegen Vorgaben der FFH-Richtlinie. Und natürlich ganz klar auch gegen vorherige Urteile des EuGH.

Andreas Hofbauer:

[13:38] Ein Rechtsbruch? Das Gericht sieht das anders. Das haben wir bereits am Ende der vierten Folge erklärt. Für die Richter ist die Gefahr für den Menschen realer als der Artenschutz. Die Wolfsgegner um Wolfgang Tod sehen das genauso. Und genau diesen Schäfer, der die Petition ins Leben gerufen hat, rufen wir ebenfalls nochmal an. Den Schäfer, dessen Petition quasi bestätigt wurde. Bei ihm herrscht keine Trauer.

Wolfgang Todt:

[14:05] Ich war also erstmal total erfreut und ich war auch gleichzeitig erleichtert. Von daher ist mir echt ein Stein vom Herzen gefallen, um das mal so deutlich zu sagen. Auch wenn das wahrscheinlich nicht unbedingt jeder verstehen kann.

Andreas Hofbauer:

[14:20] Für Tod ist das logisch. Er sieht die Gefahr, die seiner Ansicht nach viele Städter ignorieren würden. Denn im Wald beginnt gerade die Ranzzeit, die Paarungszeit. Da sind die Wölfe nervös, territorial. Und wenn dann noch ein Wolf dazu kommt, der keine Scheu vor Menschen hat, dann kann das unter Umständen brandgefährlich werden.

Andreas Hofbauer:

[14:44] Was den Hornes Grinderwolf angeht, hier glaubt Tod, dass es jetzt schnell geht. Sehr schnell.

Wolfgang Todt:

[14:50] Also ich persönlich glaube, dass es jetzt sehr schnell gehen wird, weil nach meinen Informationen gibt es ja da ein professionelles Team von Leuten. Und ich denke, die wissen auch relativ gut darüber Bescheid, in welcher Gegend sich der Wolf bewegt, sodass ich mir vorstellen könnte, mit den heutigen technischen Mitteln dürfte das vermutlich ziemlich zügig gehen.

Andreas Hofbauer:

[15:17] Ein professionelles Team, Nachtsichtgeräte. Das klingt ein bisschen nach Spezialeinheit. Aber Wolfgang Thut denkt schon weiter. Ihm reicht dieser eine Abschuss nicht. Er will, dass wir aufhören, jeden Wolf monatelang zu diskutieren. Seine Forderung an die Politik ist radikal. Wenn ein Wolf einmal einen Zaun überwindet, soll nichts mehr geprüft werden. Dann soll es vorbei sein.

Wolfgang Todt:

[15:42] Ich bin der Meinung, wenn ein Wolf, wenn ein Zaun da ist, wenn ein Wolf den Zaun überwindet, dann muss normalerweise schon das rote Licht angehen. Und wenn er das maximal zweimal tut, dann muss er eigentlich fällig sein. Und dann muss man nicht noch, wie es ja tatsächlich passiert hier in Baden-Württemberg, Erst mal den Zaun prüfen und mit dem Meterstab rumrennen und Strom prüfen, ob da jetzt alles in Ordnung war oder nicht. Sondern man muss sagen, es ist Fakt. Der Wolf war da drin, er hat Tiere getötet, er hat sie wahrscheinlich auch schwer verletzt, da sie leiden mussten und dann

Wolfgang Todt:

[16:20] muss einfach gehandelt werden.

Andreas Hofbauer:

[16:22] Das rote Licht, ein Warnsignal. Für den Schäfer ist das die einzige Lösung, um seine Tiere zu schützen. Für Sabine Sebald ist das der Beginn einer Hexenjagd. Sie sagt, wenn wir diesen Wolf töten, haben wir das Problem nicht gelöst. Wir haben es nur vertagt, denn der Wald bleibt nicht leer.

Sabine Sebald:

[16:45] Man kann nur mutmaßen, dass natürlich der nächste Wolf schon vor der Tür steht. Ist ein Durchzugsgebiet für Wölfe, der Nordschwarzwald. Und es ist nicht auszuschließen, dass dort vielleicht sogar theoretisch schon im Sommer wieder ein neuer Wolf oder neue Wölfe zu Hause sind. Die Frage wird halt sein, inwieweit die Behörden diesmal daraus gelernt haben. Und Probleme, die vielleicht entstehen können, im Zusammenleben mit den Menschen etwas eher anpacken. Das weiß man nicht. Aber auf jeden Fall, da können wir uns sicher sein. Der nächste Wolf, der steht schon vor der Tür.

Andreas Hofbauer:

[17:16] Der nächste Wolf steht schon vor der Tür. Der Schuss auf den Hornesgrinde-Wolf mag das juristische Ende dieses Falls sein. Aber für die Menschen im Schwarzwald ist das kein Schlusspunkt.

Sabine Sebald:

[17:28] Ich glaube, dass das Thema Wolf in der Öffentlichkeit im Schwarzwald jetzt erst anfängt. das Thema in der Öffentlichkeit durch, auf gar keinen Fall. Das fängt jetzt erst richtig an.

Andreas Hofbauer:

[17:37] Es fängt jetzt erst richtig an. Und wir, wir bleiben dran.